Jahresrückblick 2025

Jahresrückblick 2025

Jan 11, 2026
5 minutes

Wie lange ist es eigentlich akzeptiert, im neuen Jahr Menschen noch ein „gutes neues Jahr“ zu wünschen? Bei mir geht dieser Zeitraum gefühlt immer bis zum 10. Januar, alles danach fühlt sich nicht mehr richtig an. Gleiches gilt wohl auch dafür, einen Jahresrückblick zu veröffentlichen? So, here we are: Es ist der 10. Januar und ich schreibe den Jahresrückblick 2025. (Danke Jens für die Motivation ;))

Das vergangene Jahr war sportlich ein sehr unspektakuläres. Ich konnte sehr kontinuierlich trainieren, es gab nur drei Zeiträume, in denen ich länger als fünf Tage nicht trainieren konnte, und ich lief nur einen Wettkampf. Daher war die Motivation, einen Bericht darüber zu schreiben, eher gering. Da das aber auch ein Tagebuch für mich sein soll, geht’s nun also los.

Laufen

Wie oben schon geschrieben, war 2025 für mich ein sehr konstantes Laufjahr. Letztes Jahr habe ich als Orientierungslinie und Motivierungshilfe den 5-Jahres-Durchschnitt etabliert. Dieser lag 2025 bei 1508 km. Am Ende konnte ich mit zwei längeren Läufen an den letzten beiden Tagen des Jahres die 1500 km für 2025 noch überschreiten und lag schließlich bei 1502 km.



Der Monat, in dem ich am meisten gelaufen bin, war interessanterweise der Juli mit 176 km und nicht einer der Monate in der Vorbereitung auf den Herzogstadtlauf.



Dennoch habe ich es geschafft, den 10 km beim Herzogstadtlauf mit einer Zeit von 43:44 zu laufen. Das war für mich eine kleine Überraschung, da ich um über eine Minute schneller war als im Jahr davor (45:21) auf gleicher Strecke.

Im Juli konnte ich dann auch mein Gipfel-Projekt um drei weitere Gipfel voranbringen und so die Liste auf nun 12 erweitern. Das macht überragende (Ironie ;)) 3,7 %. Das muss nächstes Jahr auf jeden Fall besser werden.

Mein (Lauf-)Training hat sich auch wenig gegenüber den letzten Jahren verändert. Ich versuche, das Volumen eher über die Häufigkeit als über die Länge der einzelnen Läufe zu erreichen. Das spiegelt sich auch in der Anzahl der Läufe 2025 wider. Ich bin 154-mal gelaufen, das macht also im Schnitt 9,75 km pro Lauf, und ich war alle 2,3 Tage laufen. Sonntags bleibt mein Longrun-Tag mit einem oder beiden Kindern, und so kamen 2025 595 km mit den Kindern im Thule zusammen, was die Gesamtkilometer mit Kind im Thule auf über 3000 bringt. Bei den Intervallen habe ich das 4×4′-Intervallworkout für mich entdeckt. Es passt gut vor die Arbeit und bildet auch genau den Sweetspot zwischen Länge der Intervalle und Anzahl der Wiederholungen. Auf der anderen Seite ist es eben genau in meiner Comfort-Zone und damit wohl auch genau der Grund, das Workout nicht zu oft zu machen. Hier nochmal alle Stats im Überblick:



Seit Mitte 2025 habe ich mit dem Rudern noch einen weiteren Faktor zu meinem Training hinzugefügt. Das gibt mir einerseits das benötigte Crosstraining und andererseits, vor allem im Winter, etwas mehr Flexibilität im Training. 2025 kamen da schon 19 Trainingseinheiten auf dem Rudergerät zusammen.



Im Grid oben sind die Rudereinheiten in Blau markiert, Grün sind Zone-2-Läufe und Rot Intervalle.

Rudern

Ich bin immer noch dabei, mich gedanklich in das Rudern einzufinden, aber mit jeder Einheit wird das Bild klarer. Seit Mitte Oktober habe ich auch auf das SmartRow-Powerhandle gewechselt. Bisher kann ich sagen, dass es besser in der Hand liegt und über die App auch eine angenehmere Experience liefert. Aber dazu dann mehr in einem extra Testartikel.

Anfangs war meine Leistung und die Pace auf 500 m noch recht gering, das hat sich aber mittlerweile gebessert und ich kann mehr Power generieren. Das geht aber nicht unbedingt einher mit einem höheren Puls, wie man unten sehen kann. Das heißt, der Puls steigt nicht mit aber das Verhältnis Pwr/HR steigt.



Anfangs dachte ich auch, dass ich Zone-2-Laufeinheiten durch eine um 25 % kürzere Rudereinheit ersetzen könnte, um den gleichen Trainingseffekt zu erreichen. Mittlerweile hat Ulf dazu einen interessanten Artikel geschrieben und darin den MET-Wert (Metabolic Equivalent of Task) diskutiert. Das hat schon einmal eine weitere Perspektive eröffnet, aber ich werde darüber wohl noch ein wenig nachdenken und recherchieren müssen, um das richtig zu verstehen. Aktuell sind 30 Minuten Rudern ohnehin das Maximum, das ich mit meinen Hüft- und Rückenmuskeln schaffe. Aber über meine Rudererfahrungen wird es dann bald noch einen extra Artikel geben.

Wenn man nun Laufen und Rudern zu einer gemeinsamen „aerobic load“ zusammenfügt, sieht das Bild für 2025 so aus:



Das Rudern hilft mir also ordentlich, mein aerobes Trainingsvolumen hochzuhalten, und es gab auch nur eine Kalenderwoche 2025, in der ich überhaupt kein Training gemacht habe.

Aussicht

Meine Ziele für 2026 sind bisher eher schwammig. Der 5-Jahres-Durchschnitt liegt dieses Jahr bei 1399 km, das sollte ich hoffentlich relativ leicht erreichen können. Mein Go-to-Wettkampf der letzten Jahre, der Herzogstadtlauf, findet dieses Jahr Mitte Juni statt und ist für mich daher keine wirkliche Option. Nur zum Spaß werde ich diesen Wettkampf nicht laufen, und Mitte Juni wird es mir bei einem Start um 10:30 Uhr für den 10 km-Lauf auch wahrscheinlich zu warm, um mich seriös darauf vorzubereiten. Daher werde ich entweder Ende März in Deggendorf einen Halbmarathon laufen oder auf den Herbst warten.

Das Motto für dieses Jahr wird in jedem Fall „Routinen“ sein. Neben dem Laufen und Rudern will ich mir Strength- und Mobilitätsroutinen Stück für Stück aneignen, sodass sie kein Ballast werden, sondern einfach Teil meines Tagesablaufes sind. Hier spielt wieder die 2-Tage-Regel eine entscheidende Rolle.

Außerdem soll natürlich die Liste der gelaufenen Gipfel erweitert werden. Vielleicht gibt es da auch die Möglichkeit, das über den einen oder anderen Trailwettkampf zu machen, mal sehen.

In diesem Sinne wünsche ich euch ein gutes Jahr 2026 und allzeit verletzungsfreies Training.


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